Der Ödenturm über Geislingen: Wege hinauf und Geschichte
Ein Turm auf einem Felssporn hoch über der Fünftälerstadt, gut sichtbar von unten und in zwanzig Minuten erreichbar. Was die Stadt und Wikipedia über Weg und Geschichte sagen.

Der Ödenturm steht auf einem Bergsporn über Geislingen an der Steige und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Von oben reicht der Blick laut Stadt Geislingen auf die Albhochfläche und weit ins Filstal. Der Name geht nach Wikipedia auf das Wort «öde» im Sinn von einsam zurück.
Wege zum Ödenturm
Die Stadt Geislingen beschreibt zwei Zugänge. Die Zeiten sind ihre Angaben.
| Start | Weg | Zeit laut Stadt Geislingen |
|---|---|---|
| Wanderparkplatz bei der Burgruine Helfenstein | markierter Albvereinsweg | ca. 20 Minuten |
| Stadtkirche in der Fußgängerzone | Albtraufgängerweg durch die Bahnunterführung Rosendole, dann Serpentinen mit der roten Gabel | ca. 45 Minuten |
Zwischen Burgruine und Turm führt ein steiler Weg durch eine kleine Schlucht. Wer ihn meiden will, findet laut Stadt einen bequemen, ebenerdigen Umweg. Damit eignet sich der Weg auch für leichte Wanderungen auf der Schwäbischen Alb.
Ob der Turm an deinem Tag offen ist, steht auf der Seite der Stadt. Wir drucken keine Öffnungszeiten: Stadt und Wikipedia nennen am 8. Oktober 2026 unterschiedliche Tage.
Geschichte in Daten
Wann der Turm gebaut wurde, ist nicht sicher. Die Buckelquader deuten laut Stadt auf staufischen Ursprung; Wikipedia nennt als frühere Datierung 1150 bis 1250, als andere Annahme das frühe 15. Jahrhundert. Urkundlich erwähnt ist er erst 1420.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1420 | erste urkundliche Erwähnung |
| 1552 | Burg Helfenstein geschleift, der Turm wird Wachturm der Stadt |
| 1558 | Feuerglocke auf dem Turm |
| 1669 | ein Türmer stirbt durch Blitzschlag |
| 1802 | Ulm tritt den Turm an Bayern ab; Abbruch durch Bitten der Bürger verhindert |
| 1823 | Eigentum der Stadt Geislingen |
| 1921 | letzter großer Brand am 18. Januar, danach Helm, Treppe und Turmstube erneuert |
| 2020 | Förderverein stellt die Beleuchtung wieder her |
Fünfmal brannte der Turm nach Blitzschlag aus. Wikipedia gibt seine Höhe mit 33,4 m an, die Grundmauern sind 2,5 m dick. Der ursprüngliche Eingang lag neun Meter über dem Boden.
Weiterwandern ab Geislingen
Geislingen nennt über 100 km Rundwanderwege mit Aussichtspunkten wie Helfenstein, Ödenturm und Ostlandkreuz. Der Albtraufgänger kreuzt die Stadt mit seinen Etappen 4 und 5. Bis zum Wasserberghaus sind es laut Albverein 14 km über Altenstadter Berg, Oberböhringen, Kuchberg, Tennenberg, Burren und Fränkel; dort triffst du auf die HW-1-Etappen und kannst weiter zum Fuchseck. Mehr Ideen sammelt Wandern auf der Schwäbischen Alb, alle Touren der Bereich Wanderwege.
Wege können verlegt oder gesperrt werden; prüfe die Lage, nimm die Wanderkarte W230 Geislingen an der Steige mit und für den Abstieg im Dunkeln eine Lampe. Notruf: 112.
Häufige Fragen
Wie komme ich zum Ödenturm?
Am schnellsten vom Wanderparkplatz bei der Burgruine Helfenstein, laut Stadt etwa 20 Minuten. Zu Fuß aus der Stadt geht es ab der Stadtkirche mit der roten Gabel, etwa 45 Minuten.
Wie hoch ist der Turm?
33,4 Meter bis zur Turmspitze, nach Wikipedia 115 Ulmer Schuh. Die Mauern des Sockels sind 2,5 Meter dick.
Wann ist der Turm geöffnet?
Die aktuellen Zeiten stehen auf der Seite der Stadt Geislingen. Wir übernehmen sie nicht, weil zwei Quellen am selben Tag Verschiedenes nannten.
Wie alt ist der Turm?
Sicher ist die erste Erwähnung 1420. Die Bauweise mit Buckelquadern spricht für die Stauferzeit, eine genaue Bauzeit ist aber nicht belegt.
Ist der Weg für Kinder geeignet?
Der Weg ab dem Parkplatz ist kurz. Die steile Schlucht lässt sich laut Stadt über einen ebenerdigen Umweg umgehen.