Diese Website ist nicht das Wasserberghaus. Sie ist ein unabhängiger Wanderführer zum Wasserberg und zum Albtrauf über dem Filstal. Öffnungszeiten, Speisekarte, Zimmer und Reservierung des Wanderheims: wasserberghaus.com.

Natur am Albtrauf rund um den Wasserberg

Trockene Heidehänge und feuchte Schluchtwälder liegen hier nur wenige Kilometer auseinander. Dieser Bereich erklärt beide, die Schutzgebiete dazu und die Regeln, die darin gelten.

Der Albtrauf über dem Filstal ist nicht nur ein Wanderziel. An seinen Hängen liegen zwei Lebensräume, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Auf den sonnigen, mageren Hängen wachsen Wacholderheiden, die Schafe über Jahrhunderte offen gehalten haben. In den feuchten, schattigen Schluchtwäldern mit Karstquellen blüht im Vorfrühling der Märzenbecher, an einer Stelle zu Zehntausenden.

Beide Lebensräume sind geschützt, und beide haben ein eigenes Naturschutzgebiet in der Nähe des Wasserbergs. Die Seiten dieses Bereichs beschreiben, was dort wächst, wann man es sieht und was man stehen lassen muss.

Zwei Schutzgebiete, zwei Landschaften

Die Zahlen stammen aus den Wikipedia-Artikeln zu beiden Gebieten, die die Einträge im Schutzgebietsverzeichnis der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) wiedergeben. Das Verzeichnis selbst ließ sich am 8. Oktober 2026 nicht abrufen.

Haarberg-WasserbergAutal
NSG-Nummer1.1751.100
VerordnungRegierungspräsidium Stuttgart, 4. Dezember 1990Regierungspräsidium Stuttgart, 19. März 1982
GemeindeDeggingen, Gemarkung Reichenbach im TäleBad Überkingen, angrenzend an Geislingen-Aufhausen
Fläche109,6 hanicht in unserer Quelle
KernWacholderheide mit Kalkmagerrasen und TrockenrasenSchluchtwald mit Karstquellen, Märzenbecher in Massen

Das Naturschutzgebiet Haarberg-Wasserberg umfasst den steilen Hang von Wasserberg und Haarberg über dem Fischbachtal. Ein Punkt verwirrt dabei oft: Der Gipfel des Wasserbergs liegt auf Schlater Gemarkung, das Wanderheim hat eine Bad Überkinger Adresse, das Schutzgebiet aber liegt auf Degginger Gebiet. Geschützt ist der Hang, nicht der ganze Berg.

Wacholderheide: eine Landschaft aus Weide

Eine Wacholderheide ist weder Wald noch Wiese. Sie entstand, weil Schafe, Ziegen oder Rinder auf trockenen, steilen Hängen alles Schmackhafte abfraßen und nur das Stachelige und Giftige stehen ließen: den Wacholder, die Silberdistel, die Küchenschelle. Wikipedia zählt solche Heiden zu den artenreichsten Biotopen Mitteleuropas.

Der Albverein beschreibt die Umgebung seines Wanderheims als Albwälder, «die von kleinen Wacholderheiden unterbrochen werden». Ohne Beweidung oder Mahd wächst eine Heide wieder zu. Wie das funktioniert und woran du sie im Gelände erkennst, erklärt die Seite über die Wacholderheide.

Märzenbecher: eine Pflanze, vier Fragen

Kein Thema dieses Bereichs wird so oft gesucht wie der Märzenbecher, die Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum). Die Fragen dazu sind sehr verschieden, deshalb hat jede eine eigene Seite:

  • Was ist das für eine Pflanze? Aussehen, Blütezeit, Standort und Schutzstatus stehen im Porträt Märzenbecher.
  • Wo sehe ich viele davon? Im Autal bei Bad Überkingen, das die Gebietsbeschreibung mit einem Massenvorkommen von «nahe 100.000» Pflanzen nennt. Rundweg, Anreise und Regeln stehen unter Märzenbecher in Bad Überkingen.
  • Ist er gefährlich? Ja, alle Pflanzenteile sind giftig. Was im Ernstfall zu tun ist, steht unter Märzenbecher giftig.
  • Ist das nicht ein Schneeglöckchen? Nein. Die Blüte zeigt den Unterschied; wie du die beiden auseinanderhältst, erklärt der Unterschied zwischen Märzenbecher und Schneeglöckchen.

Zur Blütezeit nur so viel: FloraWeb, das Pflanzenportal des Bundesamts für Naturschutz, nennt Februar bis April. Wann es an einem Ort losgeht, hängt von Höhenlage und Witterung ab. Einen festen Termin kann niemand vorhersagen, und wir nennen auch keinen.

Was in den Schutzgebieten gilt

Den Wortlaut der beiden Verordnungen geben wir nicht wieder. Was für einen Besuch zählt, lässt sich trotzdem klar sagen:

  • Auf den Wegen bleiben. Gerade die Magerrasen sind empfindlich.
  • Nichts pflücken, nichts ausgraben. Wild wachsende Märzenbecher sind nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt, und das Bundesnaturschutzgesetz verbietet, sie der Natur zu entnehmen. Wer sie im Garten haben will, kauft Zwiebeln im Handel.
  • Hunde nicht frei laufen lassen, wo die Verordnung es verbietet. Ob und wo Leinenpflicht gilt, steht in der jeweiligen Verordnung.
  • Weidende Schafe in Ruhe lassen. Sie sind die Landschaftspflege der Heide.

Wege können gesperrt oder verlegt sein. Prüf die Lage vor dem Losgehen, nimm eine Karte mit und wähl im Notfall die 112.

Wenn ein Kind oder Tier etwas gegessen hat

Märzenbecher und Schneeglöckchen sind beide giftig. Hat ein Mensch Teile davon gegessen, ist in Baden-Württemberg die Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg zuständig, Telefon 0761 19240, rund um die Uhr. Für Hunde und Katzen ist es die Tierarztpraxis. Bei Bewusstlosigkeit oder Atemnot gilt sofort die 112. Kein Erbrechen auslösen, keine Milch, kein Salzwasser: Das rät die Freiburger Zentrale ausdrücklich.

Woher unsere Angaben stammen

Pflanzenmerkmale und Blühmonate übernehmen wir von FloraWeb und ergänzen sie mit Wikipedia. Den Schutzstatus haben wir am Text der Bundesartenschutzverordnung geprüft, Schutzgebietsdaten an den Wikipedia-Artikeln, die das LUBW-Verzeichnis wiedergeben, und Wegangaben im Autal am Flyer der Gemeinde Bad Überkingen. Jede Seite nennt ihre Quellen und das Datum, an dem wir sie gelesen haben.

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Häufige Fragen

Wann blühen die Märzenbecher am Albtrauf?

FloraWeb nennt als Blühmonate Februar bis April. Für das Autal schreibt die Gemeinde Bad Überkingen, der Höhepunkt liege meist zwischen Anfang und Mitte März. Ein festes Datum gibt es nicht, weil Höhenlage und Winter den Beginn verschieben.

Darf ich am Wasserberg Märzenbecher pflücken?

Nein. Wild wachsende Märzenbecher sind besonders geschützt, und das Bundesnaturschutzgesetz verbietet, sie zu entnehmen oder auszugraben. In Naturschutzgebieten gilt zusätzlich deren Verordnung.

Welche Naturschutzgebiete liegen in der Nähe des Wasserbergs?

Am Hang über dem Fischbachtal das Naturschutzgebiet Haarberg-Wasserberg mit 109,6 Hektar, geschützt seit 1990. Im Autal bei Bad Überkingen liegt das Naturschutzgebiet Autal mit dem großen Märzenbechervorkommen, geschützt seit 1982.

Was tue ich, wenn ein Kind einen Märzenbecher gegessen hat?

Ruf die Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg an, 0761 19240, und folge den Anweisungen am Telefon. Bei Atemnot oder Bewusstlosigkeit wählst du sofort die 112. Löse kein Erbrechen aus.

Ist das Wasserberghaus Teil des Naturschutzgebiets?

Das können wir aus unseren Quellen nicht sicher sagen. Belegt ist, dass das Schutzgebiet auf Degginger Gemarkung am Hang zum Fischbachtal liegt, während das Wanderheim eine Bad Überkinger Adresse hat. Die genaue Grenze zeigt die Karte der LUBW.