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Das Filstal: vom Filsursprung durchs Täle bis Plochingen

Die Fils entspringt auf der Alb, knickt in Geislingen ab und mündet nach 63 Kilometern in den Neckar. Der Wasserberg steht am Trauf über dem oberen Tal. Ein Überblick über Fluss, Tal und Orte.

Das Filstal ist das Tal der Fils, eines 63 Kilometer langen Nebenflusses des Neckars in Baden-Württemberg. Es zerfällt in zwei sehr verschiedene Hälften: oben ein enges Albtal mit Heilbädern, Wacholderheiden und Burgruinen, unten zwischen Geislingen und Plochingen ein fast durchgehend besiedeltes, industriell geprägtes Tal. Der Wasserberg steht genau am Übergang, am Albtrauf über dem oberen Filstal; der Albverein beschreibt von dort eine «weite Sicht ins Filstal».

Die Fils in Zahlen

MerkmalAngabe laut Wikipedia
Länge63 km
QuelleFilsursprung, 624,9 m ü. NN, im Hasental südwestlich von Wiesensteig
Mündungin den Neckar bei Plochingen, 248,3 m ü. NN
Gefällefast 377 m, im Mittel etwa 6 ‰
Einzugsgebietetwa 707 km²
größter Zuflussdie Lauter, Mündung in Süßen

Der Filsursprung ist eine Karstquelle. Der Name des Flusses geht nach der heute bevorzugten Deutung auf ein althochdeutsches Wort für Weide zurück: ein «von Weiden gesäumter Fluss».

Das obere Filstal: das Täle

Den oberen Teil des Tals nennen die Einheimischen «Täle». Das steckt in Ortsnamen wie Mühlhausen im Täle und Reichenbach im Täle. Der Albverein schreibt in seiner Beschreibung des Wasserberghauses, das obere Filstal sei früher «Geißentäle» genannt worden.

Flussabwärts folgen im Täle diese Orte aufeinander:

In Geislingen beschreibt der Fluss einen Bogen von 90 Grad nach Nordwesten, dort mündet die Eyb. Ab hier verlässt die Fils die Alb und fließt durch Kuchen, Gingen, Süßen, Salach, Eislingen, Göppingen, Uhingen und Ebersbach bis Plochingen.

Schutzgebiete am oberen Fluss

Die Hänge und Hochflächen des oberen Filstals vom Filsursprung bis Geislingen bilden das FFH-Gebiet «Filsalb». Wikipedia beschreibt es als reich strukturierte Landschaft mit Wacholderheiden, artenreichen Wiesen, naturnahen Laubwäldern und naturnahen Bächen; im Gebiet liegen 77 Höhlen. Dazu gehören mehrere Naturschutzgebiete, darunter Haarberg-Wasserberg und Autal.

WasAngabe
SchutzgebietskennungDE-7423-342
AusgewiesenVerordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 30. Oktober 2018, in Kraft seit 11. Januar 2019
FlächeWikipedia nennt 5495,72 ha im Artikel zum Gebiet, 5.430 ha in Gemeindeartikeln

Die Flächenangaben weichen voneinander ab; wir können den Unterschied nicht auflösen. In den Naturschutzgebieten gelten deren Verordnungen: auf den Wegen bleiben und nichts pflücken.

Das untere Filstal: Verkehrsachse und Industrie

Das mittlere und untere Filstal war seit vorgeschichtlicher Zeit eine Ost-West-Achse; hier lief eine römische Straße. Heute verlaufen dort die Filstalbahn und die B 10 hinauf zur Geislinger Steige. Die Industrie hat den Fluss lange belastet. Laut Wikipedia gab es in den 1960er- und 1970er-Jahren in der Fils kein Leben mehr; seit Mitte der 1980er-Jahre hat sich die Lage stark verbessert, Ufer und Grund sind aber noch mit Schwermetallen belastet. Heute leben wieder Fische der Forellenregion im Fluss, etwa Bachforelle und Mühlkoppe, vereinzelt auch die Äsche.

Hochwasser kennt das Tal in allen Jahreszeiten. Das Hochwasser von 1853 kostete im Bezirk Göppingen etwa 40 Menschen das Leben.

Was das Filstal mit dem Wasserberg zu tun hat

Vom Albtrauf über dem Tal geht der Blick nach Norden über den Fluss bis zu den Kaiserbergen, die zwischen Remstal und Lauter- und Filstal stehen: zum Hohenstaufen und zum Rechberg mit der Burg Hohenrechberg. Mehrere Zugänge des Albvereins zum Wasserberghaus beginnen an Bahnhöfen im Filstal, etwa in Eislingen, Süßen, Gingen, Kuchen und Geislingen. Den längsten davon, 14 km ab Geislingen, beschreibt die Seite zu Geislingen an der Steige; weitere Ziele sammelt die Übersicht der Ausflugsziele. Die Hütte selbst, mit Öffnungszeiten, findest du auf wasserberghaus.com; diese Website ist ein unabhängiger Wanderführer.

Häufige Fragen

Wo entspringt die Fils?

Im Filsursprung, einer Karstquelle auf 624,9 m im Hasental, etwa zwei Kilometer südwestlich von Wiesensteig auf der Schwäbischen Alb.

Wo mündet die Fils?

Bei Plochingen in den Neckar, auf 248,3 m. Nach Länge ist sie laut Wikipedia der fünftgrößte Zufluss des Neckars.

Was ist das Täle?

So heißt das obere Filstal. Der Name steckt in Ortsnamen wie Mühlhausen im Täle und Reichenbach im Täle; der Albverein nennt die alte Form «Geißentäle».

Welche Orte liegen im oberen Filstal?

Unter anderem Wiesensteig, Mühlhausen im Täle, Gosbach, Bad Ditzenbach, Deggingen, Reichenbach im Täle, Hausen an der Fils und Bad Überkingen bis Geislingen.

Kann man in der Fils baden oder paddeln?

Paddeln ist laut Wikipedia nur abschnittsweise geeignet, im Oberlauf nur für Geübte. Im Mittellauf wird wegen vieler Wehre davon abgeraten. Zum Baden machen die Quellen keine Angaben.