Burgruine Hiltenburg auf dem Schlossberg
Eine Burg, die ein württembergischer Herzog 1516 zerstören ließ und die niemand wieder aufbaute. Heute führen ein Fußweg, ein Hörpfad und eine kleine Ausstellung im Bergfried hinauf.

Die Hiltenburg ist die Ruine einer hochmittelalterlichen Gipfelburg auf dem Schlossberg über Bad Ditzenbach im oberen Filstal. Der Berg ist laut Wikipedia 716,5 Meter hoch. Die Gemeinde Bad Ditzenbach rechnet für den Fußweg vom Ort hinauf mit etwa 45 Minuten und verspricht oben eine Aussicht auf Bad Ditzenbach und ins obere Filstal.
Unten im Ort lässt sich der Ausflug mit dem Heilbad verbinden. Bad Ditzenbach war laut Wikipedia der erste Ort auf der Schwäbischen Alb, an dem nach Thermalwasser gebohrt wurde: 1969 stieß man in 560 Metern Tiefe auf 48 Grad warmes Wasser, das seit 1971 die Vinzenz Therme speist.
Die Geschichte der Hiltenburg
Die Burg gehörte den Grafen von Helfenstein, die im Mittelalter im ganzen oberen Filstal herrschten. Die Daten nach Wikipedia:
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1289 | erste Erwähnung als Sitz eines helfensteinischen Amtmanns |
| ab 1356 | Nebenresidenz der älteren helfensteinischen Linie |
| 1396 | Hauptwohnsitz der Helfensteiner |
| 1446–1482 | an Württemberg verpfändet |
| 9. November 1516 | auf Befehl Herzog Ulrichs von Württemberg zerstört |
| 1976–1979 | Mauerreste gesichert |
Wiederaufgebaut wurde die Burg aus Kostengründen nicht; die Helfensteiner verlegten ihre Residenz nach Wiesensteig. Bei späteren Restaurierungen grub die Kreisarchäologie Göppingen auf dem Schlossberg.
Was du oben findest
Die Anlage besteht aus einem Vorderen und einem Hinteren Schloss, jedes mit eigenem Bergfried. Der Hörpfad der Gemeinde führt zu diesen Stationen:
- Wohngebäude, Zisternen und Keller im Vorderen Schloss
- Bergfried im Vorderen und im Hinteren Schloss
- Pfisterei, also die Burgbäckerei
- Gewölbekeller mit Treppenzugang
- Wehrgraben, Pforte und Zwingermauer
- Nordostbastion mit Schalenturm
Eine Station erzählt die Sage vom verwunschenen Burgfräulein; für Kinder gibt es eine eigene Fassung. Im Bergfried des Vorderen Schlosses zeigt die Gemeinde an Sonntagen der Saison die Ausstellung «Geschichte im Turm – mehr als 1000 Jahre Hiltenburg». Öffnungszeiten und Führungspreise nennen wir nicht; sie stehen auf der Seite der Gemeinde zur Hiltenburg. Laut Wikipedia gibt es außerdem einen Grillplatz mit Liegewiese und eine neue Aussichtsplattform.
Vor dem Aufbruch: Wege ändern sich und können gesperrt sein. Prüfe die aktuelle Lage, nimm eine Karte mit, und im Notfall gilt 112. Auf den Mauern hat niemand etwas zu suchen.
Die Helfensteiner im Filstal
Die Hiltenburg ist nicht die einzige Spur des Geschlechts. Talabwärts in Geislingen stand ihre Stammburg Helfenstein, neben der heute der Ödenturm über der Stadt steht; mehr dazu auf der Seite zu Geislingen und der Geislinger Steige. Wie die Orte entlang des Flusses zusammenhängen, zeigt die Seite über das Filstal.
Wer Burgen vergleichen will, findet nördlich des Tals zwei Stauferburgen: den Hohenstaufen, von dem nur Fundamente blieben, und den deutlich besser erhaltenen Rechberg mit der Burg Hohenrechberg. Alle Ziele rund um den Wasserberg sammelt die Übersicht der Ausflugsziele.
Häufige Fragen
Wo liegt die Burgruine Hiltenburg?
Auf dem 716,5 m hohen Schlossberg über Bad Ditzenbach im oberen Filstal, Landkreis Göppingen.
Wie lange geht man zur Hiltenburg?
Die Gemeinde Bad Ditzenbach gibt für den Fußweg vom Ort etwa 45 Minuten an. Die tatsächliche Zeit hängt von Tempo und Pausen ab.
Wer hat die Hiltenburg zerstört?
Herzog Ulrich von Württemberg ließ sie am 9. November 1516 zerstören. Sie wurde aus Kostengründen nicht wieder aufgebaut.
Kann man die Hiltenburg besichtigen?
Die Gemeinde beschreibt die Ruine als Ziel eines Fußwegs mit Aussicht. Feste Öffnungstage nennt sie nur für die Ausstellung im Bergfried, an Sonntagen der Saison; die Zeiten stehen auf ihrer Seite.
Wem gehörte die Hiltenburg?
Den Grafen von Helfenstein. Ab 1396 war sie ihr Hauptwohnsitz, bevor sie nach der Zerstörung nach Wiesensteig zogen.